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Presse und Rezensionen


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Milan gegen Windrad
die tageszeitung, 13.04.2014

Ein schneller Umbau zu Erneuerbaren Energien oder doch lieber Naturschutz – welche Entscheidung ist moralisch richtig? Eine philosophische Betrachtung der Energiewende in Deutschland.
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Auch dieser Wandel ist ungerecht
Süddeutsche Zeitung, 29.02.2012

Glück, Entwicklung und Wachstumskritik: Bernward Gesang entwickelt eine utilitaristische Klimaethik
Auch beim Klima geht es nicht gerecht zu: Von den Konsequenzen und Kosten seines Wandels ist die Menschheit in Nord und Süd (und dort jeweils oben und unten) sehr ungleich betroffen; dasselbe gilt für die Prävention und Reparatur der wahrscheinlichen, eventuell dramatischen Folgen dieses Wandels. Klimawandel wie Klimaschutz bergen viel gerechtigkeitspolitischen Sprengstoff in sich. Unbestreitbar ist die historische Verantwortung der Industriegesellschaften, die von den Entwicklungs- und Schwellenländern nicht verlangen können, auf eigene industrielle Entwicklung und Massenkonsum zu verzichten, wohl aber daran mitwirken könnten, diese weltweit auf eine saubere Energiegrundlage zu stellen.
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Mit Kohlestrom in Richtung Sahara
von Bernward Gesang, Frankfurter Rundschau, 05.05.2007

Die Wissenschaft hat es geschafft: Der Klimawandel ist ein Topthema geworden. Nun gut, das warme Wetter ist sicher auch hilfreich, aber jedenfalls ist Deutschland jetzt wieder mal so richtig das Vorreiterland in Sachen Umweltbewusstsein. Das waren wir immerhin seit den 80er Jahren nicht mehr, also ist die Welt endlich wieder in Ordnung.
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Hamlet, erster Akt, sehr gebildet
von Norbert Hoerster, FAZ, 12.03.1998

Bernward Gesang, ein aus dem Sauerland stammender Nachwuchsphilosoph, gehört zu den wenigen Intellektuellen im Lande, die den Gottesglauben heute noch so ernst nehmen, daß sie ihn mit Engagement und Scharfsinn unerbittlich attackieren. Als Munition dient Gesang das traditionelle Theodizeeproblem: Ist angesichts der manifesten Übel in der Welt der glaube an einen allmächtigen, allwissenden und allgütigen Gott rational verantwortbar?
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Wir werden weniger, und das ist ein Segen
von Bernward Gesang, Frankfurter Rundschau, 01.09.2004

Der demographische Wandel hat begonnen. Die Bevölkerung der Industrieländer altert rapide. Die Sozialsysteme ächzen. Die Angst regiert. Dabei wird übersehen, dass der demographische Wandel auch Vorteile hat. Diese zeigen sich auf dem Arbeitsmarkt. Viele Bürger leiden unter Arbeitslosigkeit. Aber ist sie das zentrale Problem der Gesellschaft? Nein, denn sie wird bald beendet. Die Enquete-Komission "Demographischer Wandel" meint: "Während der deutsche Arbeitsmarkt bis etwa 2010 durch Arbeitslosigkeit gekennzeichnet sein wird, kann für die Folgezeit mit einem Arbeitskräftemangel gerechnet werden."
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Beglücke die Welt, aber übernimm dich nicht
von Christoph Pöppe, Spektrum Essay, Januar 2005

Zwischendurch dachte ich, ich sei im falschen Buch. Der Text klingt so typisch nach einem Physiker, und zwar einem von der ganz theoretischen Sorte: Der fragt nicht in erster Linie nach der Lösung einer quantitativ formulierten Aufgabe, sondern eher danach, was die Welt im Innersten zusammenhält. Ein solcher Mensch ist am glücklichsten, wenn er die ganze Welt mit einer einzigen Funktion beschreiben kann; die heißt zum Beispiel »Wirkungsintegral« oder »Entropie«. Die Natur verhält sich so, dass diese Funktion ein Maximum annimmt (oder auch ein Minimum, was eine eher belanglose Frage des Vorzeichens ist). An diesem einen Prinzip hängt die ganze Physik. Kräfte, Drücke und was sonst in der Alltagsphysik die entscheidende Rolle spielt, sind von dieser höheren Warte aus nichts weiter als abgeleitete Größen.
Ich bin aber in einem Buch eines Philosophen, und zwar eines von der durchaus praktischen Sorte. Der Düsseldorfer Philosophiedozent Bernward Gesang stellt nicht die Frage »Was können wir erkennen?«, sondern »Was sollen wir tun?«.
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Perfektionierung des Menschen
Rezensionsnotiz zu Neue Züricher Zeitung, 04.09.2008 und 24.01.2008

An einer Ethik im Zeitalter des Transhumanismus versucht sich in diesem Buch der Philosoph Bernward Gesang. Die Utopie - oder Schreckensvision - eines durch Genetik, Verhaltenstraining, Doping etc. "verbesserten" Menschen nehme Gesang, so der Rezensent Christoph Lüthy, jedenfalls als "philosophisches Gedankenexperiment ernst". Zu radikalen Vorschlägen gelange der Autor dabei ausdrücklich nicht. Vielmehr entwickle er Regeln, die zwischen Fortschrittsoptimismus und kritischer Folgenabwägung einen "klugen" Mittelweg finden. Verbote sieht Gesangs Entwurf vor allem da vor, wo Eingriffe so substanziell ausfallen, dass sie den Menschen, wie man ihn kennt, zur "Unkenntlichkeit" verändern würden.
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Gehört es zur Natur des Menschen sich zu perfektionieren?
von Tanja Krämer, Spektrum Direkt, 27.09.2005

Die Ära der liebenswerten kleinen Macken könnte bald vorbei sein. Die Forschung ist auf der Suche nach Mitteln und Wegen, uns perfekt zu machen. Brauchen wir das? spektrumdirekt sprach mit dem Philosophen Bernward Gesang.
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Öko-Fonds als neue Geldquelle
von Bernward Gesang, Süddeutsche Zeitung, 05.09.2003

Die öffentlichen Kassen in Deutschland sind leer. Da sollte man annehmen, dass der Staat für jeden Euro dankbar wäre, den der Bürger für ihn übernimmt. Zumal wenn es Maßnahmen gibt, bei denen der Bürger dem Staat Kosten abnimmt, ohne dass ihm neuen Kosten entstehen. Es gibt solche Strukturen, aber der Staat übersieht diese Möglichkeiten und verschenkt Geld. Die Rede ist von der fehlenden staatlichen Förderung grünen Kapitals. Die Umweltzerstörung verursacht Kosten, für die nicht der Verursacher, sondern der Staat aufkommen muss. So müssen die Sozialkassen schadstoffbedingten Krebs bezahlen. Diese Kosten zu verringern, müsste ein zentrales Anliegen sein. Und es gibt Mittel, die den Staat nichts kosten und gleichwohl großen Nutzen schaffen. Allerdings wird die sehr einfache Förderung dieser Mittel ignoriert.
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Ökologie als Antwort auf die Krise
von Bernward Gesang, Süddeutsche Zeitung, 20.05.2003

Unsere Politik ist verflochten in den Ränken der Interessengruppen und nur bedingt reformfähig. Schlimmer noch: Man muss befürchten, selbst wenn all diese Zwänge wegfielen, wüssten unsere Politiker nicht, was zu tun ist. Ein konsequenter Leitfaden der Politik wird nicht sichtbar. Politik ist zu einem Reparaturnotdienst für Wachstumseinbrüche geworden. Dabei gäbe es eine tragfähige Zukunftsvision: Die Farbe der Stunde ist Grün. Ökologisches Denken bietet einen Leitfaden für die Neugestaltung von Arbeitsmarkt, Finanz- und Gesundheitspolitik an. Ökologische Denkansätze sind in der Regierung vertreten, allerdings nicht zielbestimmend. Was aber ist ökologisches Denken? Ist ökologisches Denken nicht nur ein Reflex auf eine temporäre umweltpolitische Schieflage? Sind nicht Liberalismus, soziale Gerechtigkeit und Konservatismus die einzigen echten politischen Prinzipien?
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Es läuft auf Demoskopie hinaus - Bernward Gesang verteidigt den Utilitarismus
von Wolfgang Kersting (Rezension aus der FAZ), 05.03.2004

In der deutschen Moralphilosophie hat der Utilitarismus nie recht Fuß fassen können. Sowohl Kants Ethik als auch Hegels spekulative Hermeneutik entwickeln dezidiert antiutilitaristische Konzeptionen. Diese philosophische Gegnerschaft hat sich dann im Verlauf des neunzehnten Jahrhunderts zunehmend zu einer ideologischen Gegnerschaft verflacht, die sich vor dem Hintergrund von deutschem Tiefsinn und geistigem Sonderweg häufig mit einer Denunzierung der gesamten englischen Philosophie als seichter Empirismus und platter Demokratismus verband. Aber auch in der englischsprachigen Welt ist der Utilitarismus nie zu einer unangefochten herrschenden moralphilosophischen Lehre geworden, wie immer wieder behauptet wird. Die überzeugendsten antiutilitaristischen Argumente sind in der dortigen Diskussion entwickelt worden. Und auch die von Amerika ausgehende gegenwärtige Renaissance der politischen Philosophie hat keinesfalls zu einem Erstarken utilitaristischer Positionen geführt. Im Gegenteil: Der Antiutilitarismus ist ein durchgehendes Theoriemotiv und eint die gegensätzlichen Lager der Liberalen, Libertären, Kommunitaristen, Diskursethiker und Feministinnen. Wie der Klappentext des vorliegenden Buches behaupten kann, daß der Utilitarismus wohl die "am weitesten verbreitete ethische Theorie" ist, ist mir unerfindlich. Daß die Verwendung der utilitaristischen Bewertungsperspektive vernünftigerweise auch zu den Beurteilungsgewohnheiten des Common sense gehört, bedeutet nicht, daß die Mehrzahl der Theoretiker dem utilitaristischen Paradigma folgt und Moral ausschließlich utilitaristisch buchstabiert.
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Viel Glück - Bernward Gesang humanisiert den Utilitarismus
von Manfred Geier (Rezension aus der Süddeutschen Zeitung), 12.12.2003

„Der Mensch strebt nicht nach Glück; nur der Engländer tut das." Als allgemeine Aussage schoss dieser Pfeil aus Nietzsches „Götzen-Dämmerung" über sein Ziel hinaus. Aber er traf ins philosophiegeschichtliche Zentrum der utilitaristischen Ethik. Die Engführung von Moral und Glück war und ist noch immer eine angelsächsische Spezialität, von Jeremy Bentham und John Stuart Mill bis Peter Singer. Als richtiges Handeln gilt ihnen, was so vielen Menschen wie möglich ein grösstmögliches Glück zu bringen verspricht. Dieser Ableitung aller moralischen Werte aus dem einen Gut „Glück" haben vor allem deutsche Philosophen widersprochen. Ihnen zufolge verfehle der Utilitarismus das Problem der Gerechtigkeit, die aus sich heraus begründet werden müsse. Aber auch in Deutschland gewinnt die utilitaristische Ethik zunehmend Anhänger. Jetzt hat Bernward Gesang das Konzept eines „humanen" Utilitarismus entworfen, um mit ihm „globale Gerechtigkeit einzufordern und die Rechte zukünftiger Generationen auf die Tagesordnung zu bringen".
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